Feuchte erkennen bevor Schäden entstehen.

Feuchteschäden zählen bei Gebäuden mit zu der am meisten vertretenen Schadensgruppe. Jedes Jahr entstehen an der Bausubstanz in der Bundesrepublik Schäden in Milliardenhöhe, die direkt oder indirekt auf den Einfluß von Wasser zurückzuführen sind. Das trifft nicht nur auf Altbauten sonden vermehrt auch auf Neubauten zu. Das Wasser ist aber nicht nur Ursache für Bauschäden. Auch der Wärmeschutz von Bauteilen kann durch Feuchte erheblich vermindert werden. Nicht zuletzt sind auch aus hygienischen Gründen hohe Bauteilfeuchten zu vermeiden. Erreicht die Oberflächenfeuchte in Wohnräumen z.B. im Bereich von Ecken oder Wärmebrücken über längere Zeiträume eine Ausgleichsfeuchte von 80 % relativer Luftfeuchte, so ist mit Schimmelbildung zu rechnen. Aufgrund der Allergiewirkung und der Toxine einiger Schimmelpilzarten ist dies nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern kann die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen. Es gilt also, das Wasser aus Bauteilen zu verbannen oder den Wassergehalt zumindest so zu senken, dass sein schädigender Einfluss minimiert wird. Dazu muss zunächst geklärt werden, wie das Wasser in das Bauteil kommt und unter welchen Bedingungen es dort schädigend wirkt. Die wesentlichen Mechanismen, die zum Feuchteeintrag in Bauteile eindringen, sind Feuchte in flüssiger Form, als Regen oder aufsteigende Feuchte, die auf ein Bauteil einwirken oder in Form von Wasserdampf, der an der Oberfläche oder im Inneren des Bauteils, bei mehrschichtigen Bauteilen meist an einer Schichtgrenze, ausfällt. Ein erhöhter Wassergehalt kann auch durch den Entstehungsprozeß eines Bauteils bedingt sein, z.B. durch Anmachwasser von Mörteln und Beton, Produktionsfeuchte von Bausteinen oder mangelndem Regenschutz während der Bauphase.

 

Schadensbilder Feuchtigkeitsschäden