Medizinische Relevanz

Allergien - Intoleranzen

Allergene
Allergene

Der Begriff Allergie wird aus den griechischen Worten allos (fremd, anders) und ergon (Wirkung) abgeleitet und bedeutet übersetzt Fremdreaktion. Wissenschaftliche Studien belegen, das es eine erhebliche Zunahme allergischen Erkrankungen gibt. Nach neuesten Schätzungen leiden in Deutschland ca. 10-20 Millionen Menschen darunter. Die Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems auf normalerweise harmlose Umweltstoffe wie z.B. Schimmelpilze, Pflanzenpollen, Tierhaare oder Hausstaub. Das Immunsystem stuft die Eindringlinge  fälschlich als "gefährlich" ein und antwortet auf die angenommene Bedrohung mit einer Abwehrreaktion. Die Symptome reichen von tränenden Augen, Schnupfen, juckendem Hautausschlag und Husten bis hin zu Magen-Darm-Beschwerden und Atemnot. Im Extremfall kommt es zu einem lebensgefährlichen allergischen Schock. 

 

Schimmelpilze und deren Sporen gehören zu den äufigsten Allergenen in Innenräumen. Sie können massive gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie Allergien, Erkrankungen der Atemwege, Übelkeit oder Kopfschmerzen verursachen und darüber hinaus auch krebserregend wirken. 

 

Allergien sind mittlerweile zur Volkskrankheit Nummer 1 aufgestiegen. Laut statistischen Erhebungen waren 1991 in Deutschland bereits 30 % aller Kinder an einer Allergie erkrankt. 

 

Zahlreiche Studien belegen, dass Feuchtigkeit und Schimmel die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen können. So zeigte sich, dass die Bewohner bei Anzeichen von Feuchtigkeitsproblemen wie häufig beschlagene Fensterscheiben, Stockflecken, sich ablösende Tapeten oder sichtbarem Schimmelbewuchs häufiger unter Allergien der Atemwege, Atemwegsreizungen und Infekten der unteren Atemwege litten als Personen in Wohnungen ohne diese Feuchtigkeitsanzeichen. Dabei traten die Beschwerden um so deutlicher auf, je ausgeprägter das Feuchtigkeitsproblem war. Die häufigsten gesundheitlichen Folgen sind: Atemwegs-, Augen- und Hautreizungen bis hin zu chronischer Bronchitis und Asthma sowie allergische Erkrankungen. Bei bestimmten Vorerkrankungen steigt das Risiko für gefährliche Schimmelpilzerkrankungen wie die allergische Lungenerkrankung ABPA (allergische bronchopulmonale Aspergillose) oder eine innere Infektion.


Darüber hinaus können in feuchten Wohnräumen Geruchsbelästigungen  auftreten. Denn mit dem Wachstum von Schimmelpilzen und Bakterien stellt sich rasch auch ein unverkennbarer muffiger Geruch nach Erde, Feuchtigkeit und Champignons ein. Um diesen Geruch feststellen zu können sind keine großen Schimmelflächen notwendig, da die menschliche Nase schon in geringsten Mengen die von Schimmelpilzen freigesetzten Substanzen wahrnehmen kann (z. B. die Terpene 2-Methylisobornel und Geosmin in Konzentrationen von 0.007 μg/m3 bzw. 0.1 μg/m3). Werden solche Gerüche als störend oder gar bedrohlich empfunden, können Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten.