Anforderungen an den Hundeführer

 

Die Führung eines Spürhundes bedeutet für den Hundeführer eine besondere Herausforderung. Der Spürhund ist ein Lebewesen und daher mit anderen technischen Hilfsmitteln nicht vergleichbar. Es bedarf einer besonderen Sensibilität und Ausbildung, um die tierischen Anlagen und Fähigkeiten des Hundes als brauchbares Hilfsmittel im Einsatz ausnützen zu können. Ein Hundeeinsatz bedeutet nicht die Inbetriebnahme einer Maschine sondern erfordert von der Hundeführerin/dem Hundeführer ein besonderes Verständnis und Wissen. Kommerzielle Ausnutzung,  gepaart mit Halbwissen oder Nichtwissen, interne Prüfungen als Qualitätsmerkmal haben hier keinen Platz und werden von uns strickt abgelehnt! Zudem muss in allen Situationen der tierschutzrechtliche Aspekt beachtet werden.

 

 

  Grundvoraussetzungen für Hundeführer (HF) sind:

 

  1. Teamfähigkeit
  2. Jederzeit mit seinem Hund zu arbeiten
  3. Kynologisches Grundwissen
  4. Lernpsychologie des Hundes (klassische Konditionierung, operante Konditionierung)
  5. Sozialkompetenz
  6. Selbständig Suchlagen ausführen
  7. Das Suchverhalten des Hundes interpretieren können
  8. Erfolg/Misserfolg der Suche selbständig zu unterscheiden und entsprechend zu reagieren
  9. Ein schriftliches Protokoll des Sucheinsatzes zu erstellen.
  10. Erste Hilfe am Hund
  11. Den Hund ordnungsgemäß im Auto zu transportieren (Gitterbox).
  12. Vorstellung des Hundes beim Tierarzt zum jährlichen Gesundheitscheck: Impfung, Gesundheit, regelmäßiger Schutz vor Endo- und Ektoparasiten.
  13. Eine gültige Haftpflichtversicherng, Betriebshaftpflicht. 

 

 

Anforderungen an den Hund

Bevor ein Hund als Spürhund ausgebildet werden kann, müssen bestimmte Anforderungen hinsichtlich der Wesenseigenschaften, der spürhundspezifischen Veranlagungen sowie der körperlichen Eignung erfüllt sein. Erst dann kann aus dem Hund ein Begleit- und Spürhund mit Spezialisierung auf Schimmelpilze werden.

 

Ein zukünftiger Schimmelspürhund muß nachstende Eigenschaften besitzen: 

  • absolute Gesundheit, 
  • gute Führigkeit 
  • einen überdurchschnittlichen Spiel- und Beutetrieb,
  • hohe Motivation,
  • Lern- und Konzentrationsvermögen,
  • gutes Sozialverhalten, 
  • sicheres Umweltverhalten, "klar im Kopf"
  • bestandene Begleithundprüfung (VDH) alternativ bei zugelassenen Jagdhunden VGP(Verbands-Gebrauchsprüfung)
  • Begehungssicherheit (Bewegung auf glatten Untergründen z.B. Fliesen, freitragenden, glatten, offene Treppen und Gitterrosten ohne Scheu), Fahrstuhl, Bus, Bahn fahren.
  • Ausdauer, Belastbarkeit, Finderwille.